Fusion Festival 2013 – Kulturkosmos Lärz

Das Fusion Musikfestival existiert seit ca. 15 Jahren und unterscheidet sich in einigen Punkten von anderen Großveranstaltungen dieser Art.
Schwerpunkte sind Elektronische Musik, kombiniert mit Kunst und Kulturprojekten.

Eine überaus friedliche Atmosphäre für eine Veranstaltung dieser Größenordnung. Bezeichnender Weise gab es keine sichtbaren Präsenz von Sicherheitsdiensten. Polizeieinsätze beschränkten sich auf das nötigste, nämlich die Kontrolle von Fahrzeugführern auf Fahrtauglichkeit, die das Gelände verliessen.

Bemerkenswert auch die Vielseitigkeit der Kulturprojekte und Installationen, welche über den gesamten Veranstaltungszeitraum betrachtet/genutzt werden Können.

Anscheinend Fluch und Segen Gleichermaßen – Die Lage mitten im Nichts. In mitten von Mecklenburgischen Naturschutzgebieten gelegen muß man einen gewissen Aufwand betreiben, um diese Veranstaltung zu besuchen, was andererseits zur Konzentration von höher motivierten/ engagierten Besuchern führt, was wiederum der Atmosphäre des Festivals zu Gute kommt.

Wir hatten eigentlich mit einer wesentlich höheren Präsenz von Drogenkonsum gerechnet – was sich allerdings überraschender weise in recht engen Grenzen gehalten hat. Kurioser Weise waren die einzigen mehr oder weniger deutlich unter dem Einfluß von irgendwelcher Substanzen stehenden Personen, welche uns sichtbar waren, das Standpersonal der Info-Points, was sich nicht zweckdienlich auf die Qualität der vermittelten Informationen ausgewirkt hat. Wir waren 2 Mal an unterschiedlichen Info Points vorstellig geworden und beide male waren die dort arbeitenden Personen völlig dicht (Einmal 2 von 2, Einmal 2 von 3, einer von ihnen war noch normal). Sprechen konnten sie allerdings alle noch. Jedenfalls Technisch betrachtet. Die erbetenen Informationen bezüglich Lokalität und Verkehrsmitteln erwiesen sich eher als verwirrend als als hilfreich. Besser wäre die Bezeichnung „Desinformations“ Point oder „Verwirrungs-point“.

Ein auf dem Festivalgelände eingerichteter „Supermarkt“ in einem Zelt hat uns besonders gefallen. Zu erwerben waren Hygieneprodukte, Campingbedarf und Nahrungsmittel. Kein Alkohol. Und Highlight: Eine Funktionsfähige Mikrowelle!! Erstklassige Idee. Alles fast zu Einkaufspreisen. Auf dem Gesamten Festival hält sich die Kommerzialisierung in sehr engen Grenzen. Von den Verkaufsständen für Kleidung etc. Wohl mal abgesehen, wobei wir dies nicht näher überprüft haben.

Die Technischen Konstruktionen sind Teilweise überaus Abenteuerlich. Das gilt sowohl für die Gebäude als auch für Installationen und Fahrzeuge. Wenn das Baustatisch und Sicherheitstechnisch solide konstruiert ist, wovon wir mal ausgehen, erscheint es Alles in Allem als eine äußerst respektable und bemerkenswerte Leistung.

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